Gründer berichten

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Gießen-Auf dem Gründerstammtisch in Gießen stellte Kay-Achim Becker sein Unternehmen „Becker System-Wandbau GmbH & Co. KG“ aus Mücke-Atzenhain vor. Er gab Tipps zur Gründung und gewährte interessante Einblicke in sein Unternehmen.

Wurde beim Hausbau in früheren Zeiten vor Ort noch jeder Stein einzeln auf den anderen gesetzt, funktioniert moderner Hausbau heute einfacher. Systembauteile wie komplette Mauern werden industriell gefertigt und dann direkt zur Baustelle geliefert. Mit modernster Automatisierungs- und Robotertechnik entstehen Außen- und Innenmauern wie von Zauberhand, ohne dabei die notwendige Individualität zu verlieren.

Knapper Wohnraum und steigende Mieten bei gleichzeitigem Mangel an geeigneten Fachkräften in der Baubranche stellen eine Herausforderung für die Zukunft dar. Als einen Lösungsansatz für die nachhaltige Reduzierung der (Roh-)Baukosten bietet Becker System-Wandbau das industrielle Bauen in Serie unter der Verwendung von Mauerwerk-Fertigteilen an. Diese  Vorfertigung von Bauteilen birgt vielfältige Kosteneinsparpotenziale – insbesondere mit Blick auf die Optimierung der Bauprozesse und Bauzeiten.

Beim elementierten Bauen werden Mauertafeln aus unterschiedlichen Materialien wie Ziegelstein, Kalksandstein, Leichtbeton und Porenbeton industriell vorgefertigt und dann auf der Baustelle zusammengesetzt. Neben der witterungsunabhängigen Produktion unter Dach sieht Kay-Achim Becker, Gründer und Geschäftsführer der Becker System-Wandbau GmbH & Co. KG, die Hauptvorteile in der konsequenten Vorplanung der Bauabläufe sowie dem dauerhaft hohen Qualitätsstandard der Produkte. Ein weiterer Nebeneffekt bei der Verwendung von Fertigteilen auf der Baustelle ist, dass die körperlichen Belastungen der Bauarbeiter deutlich reduziert werden, was zu einer zukünftigen  Attraktivitätssteigerung der Bauberufe führen kann.

Kay-Achim Becker berichtete auch, wie die Idee zu Becker System-Wandbau entstand und welche Hürden er als Gründer nehmen musste. Er sprach über Risiken und Chancen, die er in der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung von Bauprozessen erkennt und wie er zukünftig sein Unternehmen im Kontext „Baustelle 4.0“ sieht. Auch er hat in der Anfangsphase seines Unternehmens Fördergelder erhalten „Uns gibt es jetzt seit fast 20 Jahren und ich muss sagen, ohne Fördermittel hätte ich das nicht geschafft“, erklärt er.

Wer sich in ungezwungener Atmosphäre austauschen, und ein Feedback zu seiner Gründungsidee erhalten möchte, ist beim Gründerstammtisch Gießen richtig. Jeden zweiten Mittwoch im Monat ab 19 Uhr, sind im „Who killed the pig“, in Gießen Unternehmen zu Gast, die von ihrer Gründungsphase, Stolpersteinen und Erfolgen berichten. Organisiert wird der Stammtisch vom Technologie und Innovationszentrum Gießen (TIG), dem Entrepreneurship Cluster Mittelhessen (ECM), der Industrie und Handelskammer Gießen-Friedberg (IHK), der Wirtschaftsförderungen von Stadt und Landkreis Gießen und der Region GießenerLand e.V. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Hier mehr erfahren zum Gründerstammtisch.