Fördermittelberatung ausbauen

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Lich – 550.000 Euro flossen im vergangenen Jahr aus dem EU-Förderprogramm LEADER in die Region. „Wir sind im Gießener Land gut aufgestellt. Dank LEADER gestalteten Bürger auch im vergangenen Jahr mit kreativen Ideen ihre Heimat.  Sie schaffen damit regionale Identität und das mit großem Erfolg“, erklärt Kurt Hillgärtner, erster Vorsitzender des Vereins Region GießenerLand

Fünf Projekte erhielten ihre Zusage für den europäischen Zuschuss: In Staufenberg brachte der TV 1905 Mainzlar den Aktivpark Lumdapark auf den Weg. Für Bewegungsfreudige aller Altersgruppen entstehen auf dem am Ortsrand gelegenen Sportgelände unter anderem Beach-Handball und –Volleyballplätze. Das historische Torhaus in Ober-Bessingen erhält Dank des großen Engagements seiner Bürger eine Pilgerherberge, ein Rotes-Kreuz-Museum und einen neuen Treffpunkt im Dorf. Antragsteller der beiden Projekte waren die Stadt Staufenberg und die Stadt Lich. Ergotherapeutin Ute Henrichs baute mit Fördergeldern ihre Garage zu Behandlungsräumen um und schloss damit eine Lücke in der medizinischen Versorgung vor allem für Kindern in Pohlheim. Um eine Attraktion reicher wird das Pohlheimer Hallenbad durch den Bau einer Sauna nach, passend zum Limes, römischen Vorbild. Durch ihre niedrigen Temperaturen wird sie für Alt und Jung nutzbar sein. Der neue Komplex beherbergt dann auch ein nach oben geöffnetes römischen Atrium mit Tauchbecken und Säulengang. Auch eine neue Smartphone-App, die Infos zu Orten der Industriekultur Mittelhessens sowie regionale Veranstaltungsangebote bündelt, wird mit Unterstützung von LEADER-Geldern vom Verein Mittelhessen entwickelt. Dieses Kooperationsprojekt erstreckt sich über den gesamten mittelhessischen Raum.

Steigende Anfragen und viele Veranstaltungen

„59 Projektanfragen haben wir im vergangenen Jahr beraten. Die steigenden Anfragen zeigen, das LEADER im Gießener Land bekannter wird und darüber freuen wir uns natürlich besonders“, erklärt Anette Kurth, Regionalmanagerin der Region GießenerLand.  Ziel sei es, die Fördermittelberatung auszubauen und zukünftig auch auf andere Fördertöpfe verweisen zu können. Eigene Projekte, wie das Heckenprojekt wurden erfolgreich abgeschlossen. Auch im Projekt zum Tourismus im Nordkreis ginge es sehr gut voran. Erste Ergebnisse aus der gemeinsame Arbeit der Kommunen Lollar, Staufenberg, Allendorf (Lumda), Rabenau, Reiskirchen und Buseck liegen vor. Das Gesamtkonzept wird im Juni in einer Abschlussveranstaltung präsentiert.

Auf Veranstaltungen wurde der LEADER-Gedanke gemeinsam mit  Partnern vermittelt. Im Herbst fanden das Regionalforum und der Tag der Regionen statt. Auch beim Gründerstammtisch Gießen war der Verein in 2018 Partner.

Als geschäftsführender Vorstand des Vereins  wurden bei der Wahl Kurt Hillgärtner (1. Vorsitzender), Anita Schneider (1. stellvertretende Vorsitzende), Peter Momper (2. stellvertretender Vorsitzender), Silvia Linker (Schatzmeisterin) und Christel Gontrum (Schriftführerin) bestätigt. Auch die Lenkungsgruppenmitglieder wurden neu gewählt. Bestätigt wurden Walter Kwartnik (Kreishandwerkerschaft Gießen), Manfred Paul (Kreisbauernverband Gießen-Wetzlar, Wolfgang Zeibig (Obst- und Apfelweinroute), Patricia Ortmann (Bürgermeister, Gemeinde Biebertal), Dirk Haas (Bürgermeister, Gemeinde Buseck), Rainer Wengorsch (Bürgermeister, Gemeinde Hungen), Adalbert Evers (Freiwilligenzentrum Stadt und Landkreis Gießen), Torsten Denker (Kreisvolkshochschule Gießen), Roland Kauer (Bürgerverein Oppenrod und Doris Wirkner (ev. Dekanat Hungen, Fachstelle für gesellschaftliche Verantwortung). Aufgrund der Bürgermeisterneuwahl  vertritt zukünftig Marius Reusch als erster Beigeordneter den Teilraum West. Dr. Manfred Felske-Zech, Leiter der Wirtschaftsförderung des Landkreises Gießen, wurde als beratendes Mitglied in die Lenkungsgruppe aufgenommen.

„Wir möchten die Zukunft aktiv gestalten“, schloss Kurt Hillgärtner die Versammlung. Alle Interessierte seien aufgerufen, sich mit ihren Ideen und ihrer Tatkraft mit Hilfe von LEADER einzubringen.