Lebendiger Tag der Regionen

Lebendiger Tag der Regionen

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Region GießenerLand e.V.-„Unsere Region hat wahnsinnig viel zu bieten“, so eröffnete Kurt Hillgärtner, erster Vorsitzender des Vereins Region GießenerLand e.V. den diesjährigen Tag der Regionen. Das Motto in diesem Jahr: „Weil Heimat lebendig ist“. Aber was macht unsere Heimat aus? Fährt man durch das Gießener Land, ist die Antwort klar: weitreichende Streuobstwiesen prägen die Region. Mit diesem Gedanken organisierte der Verein Region GießenerLand e.V. die Veranstaltung in Kooperation mit der Apfelwein- und Obstwiesenroute des Landkreis Gießen. Rund um das Kulturgut Apfel fand der Tag der Regionen auf dem Gelände der Baumschulen Rinn und Engelhardt innerhalb der Apfeltage statt. Als Gründungsmitglieder der Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute im Landkreis Gießen waren sie der diesjährige Kooperationspartner des Vereins.

Bei strahlendem Herbstwetter strömten zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf das Gelände der Baumschulen. Es ist der größte Baumschulen-Komplex hessenweit. Die Auswahl an Ausstellern und Aktionen war vielfältig. Begeistert testeten sich Besucher durch das breite Angebot an historische Apfelsorten. Eine mobile Mosterei kelterte vor Ort frischen Apfelsaft. Experten berieten und beantworteten Fragen zum Thema Apfel und den Erhalt der Streuobstwiesen. Ein wichtiges Thema, so Wolfgang Zeibig, erster Vorsitzender der Apfelwein- und Obstwiesenroute im Landkreis Gießen, denn in Frankfurt habe nun auch die letzte Baumschule geschlossen.

Unsere Heimat – Unsere Handwerker
Auch regionales Handwerk gehört zu einer lebendigen Heimat. Besucher staunten wie die geschickten Finger von Korbflechter Andreas Spira Weidenrouten zu Körben oder Maisenknödelhaltern wickelten. Auch die lokale Handwerkskunst einer Töpferin und eines Stuhlflechters konnte bewundert werden. Direktvermarkter boten regionale Produkte, wie Wildfleischsalami, Nudeln, Öle und Marmelade an. Das Ziel, Direktvermarkter im Gießener Land zu unterstützen und bekannter zu machen ist gelungen.

Besucher, die selbst in der Region aktiv werden möchten, konnten sich bei engagierten Vereinen informieren. Der NABU Gießen, das Martinsheim Reiskirchen undder OGV Lindenstruth stellten ihre Projekte und Aktionen vor. Sie zeigten, wie einfach es ist die Region zu stärken, wenn man regional handelt. Beim Verein Solidarische Landwirtschaft Marburg erprobten sich Besucher in der regionalen Pflanzensamenkunde. Gleich nebenan informierte der hessischen Forstgarten über regionale Energie, nachhaltige Bildungsangebote und verkaufte Wildwurst aus heimischen Wäldern.

Für das leibliche Wohl sorgten neben Kaffee und Waffeln auch Wildwürstchen und Geschnetzeltes. Das Fleisch war – natürlich – aus heimischen Wäldern.

Ein voller Erfolg
„Der Tag kann als voller Erfolg verbucht werden.“, zieht Elke Hochgesand Bilanz, stellvertretende Regionalmanagerin des Vereins Region GießenerLand e.V. Die Aussteller freuten sich über die vielen Besucher und diese nahmen neben neuen Gedanken zur Regionalität auch ein Stückchen Heimat mit nach Hause.

Der „Tag der Regionen“ ist ein bundesweiter Aktionszeitraum von Ende September bis Anfang Oktober. Er möchte uns daran erinnern und feiern, was unsere Region alles zu bieten hat. Weg von global und hin zu regional, das ist die Idee vom Bundesverband der Regionalbewegung. Zahlreiche Veranstaltungen, Feste, Ausflüge, Märkte und andere Events finden rund um das Erntedankfest statt. In diesem Jahr feiert er sein 20 Jähriges Jubiläum.

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