Der Nordkreis hebt seine Schätze

Der Nordkreis hebt seine Schätze

Gießen – Mit einem Tourismuskonzept möchten Lollar, Staufenberg, Allendorf (Lumda), Rabenau, Buseck und Reiskirchen zukünftig zusammenarbeiten und gemeinsame Angebote stricken.

 „Wir haben jetzt die Chance etwas Größeres zu erreichen“, erklärt Kurt Hillgärtner, Vorsitzender der Region GießenerLand e.V. beim ersten Treffen der Bürgermeister aus den sechs Kommunen des Nordkreises für das Tourismuskonzept. Jeder für sich allein, das würde nicht klappen, denn Tourismus funktioniere nur, wenn man zusammenarbeite.

Ein Konzept bis Sommer 2019

Das haben sich die Rathausherren aus Lollar, Staufenberg, Allendorf (Lumda), Rabenau, Buseck und Reiskirchen vorgenommen. Geplant ist, sich die Infrastruktur der Region kulturell, touristisch und in der Naherholung anzuschauen. Bis zum Sommer 2019 soll Denkbares zu Machbarem werden. Man möchte ein Konzept in den Händen halten, das zeigt, wie die Kommunen im Tourismus kooperieren und gemeinsame Angebote stricken können. Das aber auch von den Bürgern getragen wird. „Denn es gilt 28 Dörfer unter einen Hut zu bringen“, sagt Kurt Hillgärtner.

In der Vorrunde in einzelnen Bürgermeistergesprächen wurden viele Gemeinsamkeiten gefunden. Ob wandern, Kanu fahren, Literatur und Industriekultur entdecken oder auf Märkten das Brauchtum der Region kennenlernen, all das ist an der Lumda und der Wieseck möglich. Nun gilt es diese Angebote zusammenzuführen um sich zukünftig gemeinsam zu vermarkten. Wichtig sei es jedoch, keine Insellösung zu finden, betonte Heike Bader, Tourismusbeauftragte des Landkreises Gießen. Das Konzept müsse in die übergeordneten Tourismusstrategien des Lahntales und des Vogelsberg eingebettet sein. Auch weil damit Fördergelder für zukünftige Projekte leichter abzurufen wären.

Angebote zusammenbringen, statt zu konkurrieren

Bezuschusst wird das Projekt mit 35.000 Euro aus dem LEADER-Förderprogramm. Der Initiator, die Region GießenerLand e.V.,  setzt damit ein wesentliches Ziel seiner regionalen Entwicklungsstrategie um. „Wir möchten mit diesem Projekt die attraktiven Angebote des Nordkreises verzahnen und Wertschöpfung in die Region holen. “, sagt Elke Hochgesand, stellvertretende Regionalmanagerin der Region Gießenerland e.V. Die Fülle der Angebote solle ausgenutzt werden, anstatt sich Konkurrenz zu machen.

Im nächsten Schritt werden die Bürgermeister und ausgesuchte Strategen aus der Region in einem Workshop darüber diskutieren, in welche Richtung es gehen soll. „Ein gemeinsames Label, das die sechs Kommunen verbindet und in dem sich alle wiederfinden ist ein gutes Ziel“ erklärt Peter Gefeller, Bürgermeister von Staufenberg.

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